Bei Komponenten wie Systemtrennern oder Wasserzählern in Rohrleitungen wird häufig zuerst auf den Nenn¬durchmesser geschaut. Aus strömungstechnischer Sicht ist jedoch nicht die äußere Größe des Bauteils entscheidend, sondern seine hydraulische Leistungsfähigkeit – also wie viel Wasser es unter realen Betriebsbedingungen tatsächlich durchlassen kann.
Maßgeblich sind hierbei Kennwerte wie Durchflussmenge, Druckverlust und kv- bzw. Qn-Wert. Ein Bauteil kann optisch groß dimensioniert sein, dennoch den Volumenstrom begrenzen, wenn sein innerer Aufbau, die Querschnittsverengung oder die Feder- und Ventilmechanik den Durchfluss einschränken. Umgekehrt kann ein kompakt wirkendes Bauteil hydraulisch optimal ausgelegt sein und den erforderlichen Volumenstrom nahezu verlustfrei bereitstellen.
Wird ein Systemtrenner oder Wasserzähler falsch dimensioniert, entstehen unnötige Druckverluste, Fließgeräusche oder sogar Unterbrechungen im Prozess. Auch der preisliche Unterschied ist beachtlich. Besonders in der Wasseraufbereitung kann dies zu Fehlfunktionen von nachgeschalteten Anlagen führen, da diese auf konstante Druck- und Durchflussverhältnisse angewiesen sind. Entscheidend ist daher, die Bauteile stets auf den maximalen Betriebsdurchfluss und nicht nur auf den Rohrdurchmesser abzustimmen.
Ein optimal ausgelegtes System zeichnet sich durch einen stabilen Volumenstrom, minimale Druckverluste und einen störungsfreien Betrieb aus. Die Regel lautet daher: Nicht die Größe entscheidet – sondern die durchflussgerechte Auslegung.